DER BRAUPROZESS

Trotz modernster Technik ist Bierbrauen auch heute noch eine Kunst. Denn auf die Erfahrung des Braumeisters und seinen sensiblen Gaumen kann nicht verzichtet werden. Schließlich soll ein charakteristisches, wohlschmeckendes Bier entstehen. Um gleichbleibende Qualität zu gewährleisten, erfolgt der Brauprozeß in vielen Stufen und wird ständig überwacht.

In großen Malzsilos "reifen" die angekeimten und gedarrten (getrockneten) Gerstenkörner zu Braumalz.

Dieses Malz wird geschrotet und zusammen mit Wasser in einen Maischbottich gegeben. Beim Erhitzen auf mehreren Temperaturstufen verwandelt sich die Stärke des Malzes in Malzzucker. Die löslichen Bestandteile werden nun von den unlöslichen im Läuterbottich einer Art Filter getrennt. Anschließend fließt die gereinigte Würze in die Sudpfanne und wird zusammen mit dem Hopfen gekocht. Vor den Verlassen der Sudpfanne wird die Stammwürze des zukünftigen Biers bestimmt. Dann muß die Würze durch eine Art Lagertank Zentrifuge den "Whirlpool", wo unter anderem Hopfenrückstände ausgesondert werden. Die Würze wird nun gekühlt und im Gärtank mit Hefe versetzt. Während der Gärung wird der in der Würze enthaltenen Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Resultat ist das sogenannte "Jungbier", das in Lagerbehältern nachgären muß.
Vor der
Abfüllung in Fässer und Flaschen läuft das fertige Bier nochmals durch einen Filter und wird, befreit von Trübstoffen und restlichen Hefezellen, appetitlich "blank".Dadurch erreicht man auch eine längere Haltbarkeit des Biers.

In der Regel filtrieren die Hausbrauereien ihr Bier nicht, die Naturtrübstoffe und die Resthefezellen bleiben dem Bier erhalten.

Bier ist ein vergleichsweise kalorienarmes Getränk. 100 g enthalten 45 Kalorien, eine Halbe Bier also 225 Kalorien. Nur Mineralswasser, Kaffee und Tee ohne Milch und Zucker, Mager- und Buttermilch sind kalorienärmer als Bier.